Die Situation

Frauen, die illegale Drogen konsumieren und/oder alkoholabhängig sind, benötigen viel Geld. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies zu beschaffen. Das harte und aggressive Dealen fällt manchen schwer. Gerade Frauen finanzieren ihre Sucht oft durch Prostitution. Für sie entsteht so eine doppelte Abhängigkeit: von Drogen und von Freiern. Manche Freier nützen diese Notlage aus. Sie wenden Gewalt an, drücken die Preise und verlangen Sex ohne Gummi.

Für die Frauen des Drogenstrichs bedeutet das konkrete körperliche Gefahr. Sie werden verletzt oder können sich mit HIV, Hepatitis und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten anstecken. In der Folge sind auch weitere Freier und deren Partnerinnen und ihre Kinder einem Gesundheitsrisiko ausgesetzt.

Das Angebot

Die Anlaufstelle frauenOase ist ein wichtiger Treffpunkt für Frauen von der Gasse. Die Frauen können sich in den Räumen der frauenOase vom Stress der Gasse erholen. Sie erhalten Verpflegung, können duschen und ihre Wäsche waschen. Unsere Besucherinnen erhalten kostenloses Spritzenmaterial und Kondome. Zweimal im Monat ist eine Ärztin in der frauenOase vor Ort. Unsere Teammitarbeiterinnen begleiten die Besucherinnen bei der Wohungssuche, bei Behördengängen und zu Arztbesuchen. Dabei wird grossen Wert auf Hilfe zur Selbsthilfe gelegt. Im weiteren beraten wir die Frauen bei Gesundheitshemen wie Ernährung, Hygiene und Körperpflege. Wir führen regelmässig Aids- und Hepatits-Tests durch und schützen damit indirekt auch die Freier und ihre Familien vor einer Ansteckungsgefahr.